Ausstellung: When the engines didnt stop anymore

Vom 12.7.19 – 14.7.19: 14.00h – 20.00h im Rahmen der Absolvent*innenausstellung der Hochschule für bildende Künste Hamburg, Lerchenfeld 2 (U3 Mundsburg), 2. Stock, Raum 231 und im Flur davor.

Die Ausstellung „als die Motoren nicht mehr still standen“ beschäftigt sich mit der gesellschaftlichen Kreation von Unterwerfung, Nachstellung, patriachaler Gewalt und Traumata, sowie mit Antworten darauf.

Fotografien, eine Installation, ein Video- und eine Soundinstallation (Raum 231) + 2 Bilder als Antwort geben Einblick in eine Welt, die aus den Fugen geraten zu sein scheint.

(Der gesprochene Text und die “Video-Schlagzeilen” sind in englischer Sprache verfasst.)

The exposition „When the engines didn`t stop anymore“ deals with the societal creation of submission, re-enactment, patriarchal power and Trauma, as well as with responses to it.

Photographs, one Installation, one Video- and a sound-installation (Room 231) + 2 images as responses given insight in a world, which seems to be falling apart.

(the spoken-text and the “Video-captions” are composed in English)

Weil meine Wirklichkeit nicht die gegenüberliegende ist

Als Künstler*in sehe ich durch die Distanz der Kamera. Vor der Aufnahme von Bildern und Geräuschen setzte ich einen Rahmen um einen Ausschnitt der Wirklichkeit, den ich als Fragment des Momentes in Raum und Zeit gemäß einer Idee bewahren möchte.

Dabei verbinde ich ausgewählte Elemente und setze sie in eine Wirklichkeit konstruierende Beziehung, die ich als Fiktion begreife, weil meine Wirklichkeit nicht die gegenüberliegende (majoritär wahrgenommene) ist, sondern eine Verdichtung faktualer gesellschaftlicher Erscheinungen, die auf das unaufhaltsame Vorwärtstreiben der (oder des Engels der) Geschichte verweisen, die möglicherweise in einer variierten Wiederholung mündet.

Auf diese möchte ich durch die teilweise nachträglich in die Bilder eingefügten Bilder hinweisen.

Meine Bilder sind Landschaftbilder, deren Bedeutungszusammenhänge beim Betrachten erst ergründet werden müssen. Das gilt auch für die Zusammenführung scheinbar verschiedener Bilder und Installationen. Ein Bild im Bild antwortet auf ein anderes, ist an sich plural zu begreifen und im Raum angeordnete Bilder und Installationen stehen in einem Dialog zueinander.

Als verbindendes Element der assoziierten faktualen gesellschaftlichen Erscheinungen verstehe ich meinen Text. Ich antworte auf Irritation mit Hoffnung…

Das Fiktionale muss mit dem Faktualen zusammengeführt werden. Das Faktuale im Fiktiven bietet Anknüpfungspunkte zur Suche und zum Finden einer Spur von Wahrheit.

Because my reality is not the opposed one

As an artist* i see through the distance of the camera. Before the exposure of images and sound i set a frame around a detail of the reality, which i would like to conserve according to an idea as a fragment of the moment in room and time.

In doing so i connect choosen elements and set them in a reality  constructing relation, which i comprehend as fiction, because my reality is not the opposite one (majoritarian sensed one), but a concretion of factual societal appearances, which relegates to the inexorable blowing forward of (or of the angel of) the history, which is flowing potentially in a varied re-enactment.

Trough the partiality intersperse images inside the images I would like to indicate to it.

My images are images of landscapes, whose question of substance has to be felt out during watching them. Its applying also for the association of seemingly different images and installations. An image inside an image responding to an other one, can in itself be understood pluralistic-ally and  inside the room arranged images and installations standing in a dialogues one to another.

I understand my text as a connecting element of the associated factual societal appearances. I respond to irritation with hope…

The fictional must be connected with the factual. The factual inside the fictional provides points of tie for the search and for the troubleshooting of a clue to truth.

Anlässlich des Internationalen Frauenkampftags am 8.3.2019

On the occasion of the International Women`s day on March 8. 2019

veröffentliche ich an dieser Stelle folgendes Bild (im Original ohne Unschärfe über dem Gesicht) von mir. Das Bild versteht sich – denke ich – von selbst.

i publish at this point the following image (at the original without blurring atop the face) by me. I think – the image refers by itself.

Die Arbeit war Teil der Ausstellung “Als die Motoren nicht mehr still standen”, die während der Jahresausstellung der Hochschule für bildende Künste Hamburg 2019 gezeigt wurde.

Auch wenn sich das Bild von selbst verstehen sollte ein paar Worte:
Das Bild versteht sich als Kritik an Bildern in der Werbung, die Frauen in sexualisierten Posen und oftmals mit Phallussymbolen (wie zum Beispiel Flaschen) zwischen den Beinen als Blickfang benutzen. In Kampagnenbildern oftmals ohne jeden Bezug zum beworbenen Produkt.

Dieses Bild ist eine Antwort auf ein solches Kampagnenbild, welches als Aufmacher für Schuhwerbung eine Frau, die keine Schuhe trägt, aber in einer ähnlichen Pose wie die Figur auf diesem Bild hier mit einer Saftflasche zwischen den Beinen auf einem Kühlschrank sitzt, indem sich neben Bananen auch eine Sektflasche befindet.

Die Arbeit wurde in positiver Weise von einem Cover-Bild des feministischen Magazins Anschläge (5/2018) und von der Arbeit “Dinner-Party” (1979) der US-amerikanischen Künsterlin und Feministin Judy-Chicago inspiriert.

Dabei versteht sich die Arbeit selbstverständlich nicht als Apell zur Aufnahme von Bildern von Männern in sexualisierten Posen in der Werbung. Es geht nicht darum, die Vermarktung von Stereotypen vorgeblich im Sinne von Vielfalt und neuen Interessensgruppen zu erweitern. Es geht nicht um den Wunsch einer Umkehr von Rollen.

Das Bild verkörpert eine Kritik an patrichalen Rollenbilden und damit verbundenem Lustempfinden.

Das Zitat an der Wand stammt aus dem Buch “Die Revolution der Frau” (2014) von A. Ö., welches bis vor kurzem in dem seit Anfang Februar 2019 verbotenen Mezopotamien-Verlag erhältlich war.

In seiner Beschreibung der Entstehung des Patriachats und der “Wissenschaft der Frau” (Jineologie) schreibt der Mann A.Ö. unter anderem auch, dass er vollstes Vertrauen habe, dass das 21. Jahrhundert das Jahrhundert der Befreiung der Frau sein wird.

Möge dieses Vertrauen und mein Bild andere Cis-Männer inspirieren, sich ihrer eigenen Privilegien bewusst zu werden und dabei zu helfen, die Verhältnisse zu verändern.

Veröffentlicht als Werk des Monats unter:

Ver.di Kunst und Kultur

Published at work of the month by the german worker union Art and Culture/Ver.di Kunst und Kultur

Angst vor Covid-19 verursacht fast menschenleere Straßen in Hamburg

und führt Diskussion um Ausgangssperre in Politik ad Absurdum

Einige Impressionen aus der Innenstadt vom Freitag, den 20. März 2020

Die fast menschenleere Piazza am Schulterblatt
Vereinzelte Menschen am Schulterblatt
Menschen im so genannten Sicherheitsabstand am Schulterblatt
Blick auf die Rote Flora
S-Bahnbrücke am Schulterblatt
Blick auf den Bauwagenplatz Zomia und eine leere S-Bahn
Schanzenviertel
Florapark
Schulterblatt
Ein gesperrter Spielplatz in der Glashüttenstraße
Karolinenstraße
Sievekingplatz, Blick auf Blanten und Bloomen
Leere Kreuzung am Valentinskamp
Komm in die Gänge war Gestern… Ein Eingang zum Gängeviertel
Das Bezirksamt Hamburg Mitte
Der Gänsemarkt am frühen Abend
Gänsemarkt
Dieser Bus fährt sparsam an Gästen über den Jungfernstieg
Polizei spricht Radfahrer an
Verlassenes Einkaufszentrum am Junfernstieg
Die Werbung am Eingang macht keinen Sinn mehr
Eiscreme ist bereits nicht mehr zu haben
Polizei in Mönckebergstraße kann Sicherheitsabstand scheinbar nicht einhalten
Auch am Hauptbahnhof ist nicht viel los
Die Züge sind nicht voll
Der Bahnhofsvorplatz ist ebenfalls verweist
Blick auf die lange Reihe
In St. Georg sieht es gespenstisch aus…

Aktuelle Beiträge eines Fotografen zur Lage in einem Hamburger Krankenhaus und in der Reha:

Für ein uneingeschränktes Informationsrecht:

Die Journalistin und Vorsitzende von Pro Familia Hamburg Kersten Artus wurde angekagt,

nur weil sie mehrfach den Namen eines Mannes im Netz veröffentlich hat, dessen Hobby es ist, Ärzt*innen anzuzeigen, die auf ihren Homepages über Methoden zu Schwangerschaftsabbrüchen informiert haben.

Am 15.3.19 ab 11.30h gibt es deshalb eine Kundgebung am Sievekingplatz 1: U2 Messehallen.

Der Aufruf und weitere Informationen finden sich unter: Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Hamburg:  https://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/vor-ort/hamburg/

Filmtipp: Viva la Vulva !

Ein weiterer Filmtipp zum Frauenkampftag.

In Viva la Vulva – Lust, Ideologie und Tabuisierung

kommen wichtige Feminist*innen zu Wort: Die Berliner Kulturwissenschaftlerin und Autorin des Buches „Vulva“ (2009) Mithu M. Sanyal, die Hamburger Therapeutin und Autorin des Buches „das beherrschte Geschlecht“ (2018) Dr. Sandra Konrad, die türkisch-kurdisch-stämmige Berlinerin, Imamin, Rechtsanwältin und Autorin Sayran Ates, die senegalesiche Berlinerin, Musikerin und Aufklärerin Fatou M. Diatta/Sister Fa und die französische Autorin, Porno-Regisseurin und Schauspielerin Ovidie. Sie haben viel zu sagen.

Queer-feministische Hinweise/queer-feminist hints

Am 8. März 2018 gab es einen Frauenstreik mit 5,3 Millionen Teilnehmer*innen in Spanien. Hier findet sich eine wertvolle Reportage dazu:

Am 8. März 2019 gibt es auch einen Frauenstreik in Deutschland. On March 8. 2019 there will be a women-strike in Germany.

Der Aufruf findet sich hier. A cal for the women-strike 2019 in different languages you can find here.

Einen Test, ob Du mehr arbeitest, als Männer in Deinem Umfeld, kannst Du hier machen.

Letzte Ausstellung/last exposition:

Als die Motoren

nicht mehr still standen

When the engines didn`t stop anymore…

(english below)

8.2.2019 – 10. 2.2019: 14.00h – 20.00h

Eröffnung am am 07.02.2019: 20.00h nach der Eröffnung der Jahresausstellung der Hochschule für bildende Künste Hamburg 2019

opening at the 7.02.2019: 20.00h after the opening of the Annual exposition of the university of fine arts Hamburg 2019

 

Wartenau 15, Raum/room 24-26, 2. Stock/2. floor

(U1-Wartenau oder/or U2-Mundsburg)

Die Ausstellung „als die Motoren nicht mehr still standen“ beschäftigt sich mit der gesellschaftlichen Kreation von Unterwerfung, Nachstellung, patriachaler Gewalt und Traumata, sowie mit Antworten darauf.

12 Fotografien, eine Installation, ein Video- und darüber ein gesprochener-Text + 2 Bilder als Antwort geben Einblick in eine Welt, die aus den Fugen geraten zu sein scheint.

(Der gesprochene Text und die “Video-Schlagzeilen” sind in englischer Sprache verfasst.)

The exposition „When the engines didn`t stop anymore“ deals with the societal creation of submission, re-enactment, patriarchal power and Trauma, as well as with responses to it.

12 Photographs, one Installation, one Video- and above a spoken-text + 2 images as responses given insight in a world, which seems to be falling apart.

(the spoken-text and the “Video-captions” are composed in English)

Weil meine Wirklichkeit nicht die gegenüberliegende ist

Als Künstler*in sehe ich durch die Distanz der Kamera. Vor der Aufnahme von Bildern und Geräuschen setzte ich einen Rahmen um einen Ausschnitt der Wirklichkeit, den ich als Fragment des Momentes in Raum und Zeit gemäß einer Idee bewahren möchte.

Dabei verbinde ich ausgewählte Elemente und setze sie in eine Wirklichkeit konstruierende Beziehung, die ich als Fiktion begreife, weil meine Wirklichkeit nicht die gegenüberliegende (majoritär wahrgenommene) ist, sondern eine Verdichtung faktualer gesellschaftlicher Erscheinungen, die auf das unaufhaltsame Vorwärtstreiben der (oder des Engels der) Geschichte verweisen, die möglicherweise in einer variierten Wiederholung mündet.

Auf diese möchte ich durch die teilweise nachträglich in die Bilder eingefügten Bilder hinweisen.

Meine Bilder sind Landschaftbilder, deren Bedeutungszusammenhänge beim Betrachten erst ergründet werden müssen. Das gilt auch für die Zusammenführung scheinbar verschiedener Bilder und Installationen. Ein Bild im Bild antwortet auf ein anderes, ist an sich plural zu begreifen und im Raum angeordnete Bilder und Installationen stehen in einem Dialog zueinander.

Als verbindendes Element der assoziierten faktualen gesellschaftlichen Erscheinungen verstehe ich meinen Text. Ich antworte auf Irritation mit Hoffnung…

Das Fiktionale muss mit dem Faktualen zusammengeführt werden. Das Faktuale im Fiktiven bietet Anknüpfungspunkte zur Suche und zum Finden einer Spur von Wahrheit.

Because my reality is not the opposed one

As an artist* i see through the distance of the camera. Before the exposure of images and sound i set a frame around a detail of the reality, which i would like to conserve according to an idea as a fragment of the moment in room and time.

In doing so i connect choosen elements and set them in a reality  constructing relation, which i comprehend as fiction, because my reality is not the opposite one (majoritarian sensed one), but a concretion of factual societal appearances, which relegates to the inexorable blowing forward of (or of the angel of) the history, which is flowing potentially in a varied re-enactment.

Trough the partiality intersperse images inside the images I would like to indicate to it.

My images are images of landscapes, whose question of substance has to be felt out during watching them. Its applying also for the association of seemingly different images and installations. An image inside an image responding to an other one, can in itself be understood pluralistic-ally and  inside the room arranged images and installations standing in a dialogues one to another.

I understand my text as a connecting element of the associated factual societal appearances. I respond to irritation with hope…

The fictional must be connected with the factual. The factual inside the fictional provides points of tie for the search and for the troubleshooting of a clue to truth.