Anlässlich des Internationalen Frauenkampftags am 8.3.2019

On the occasion of the International Women`s day on March 8. 2019

veröffentliche ich an dieser Stelle folgendes Bild (im Original ohne Unschärfe über dem Gesicht) von mir. Das Bild versteht sich – denke ich – von selbst.

i publish at this point the following image (at the original without blurring atop the face) by me. I think – the image refers by itself.

Die Arbeit war Teil der Ausstellung “Als die Motoren nicht mehr still standen”, die während der Jahresausstellung der Hochschule für bildende Künste Hamburg 2019 gezeigt wurde.

Auch wenn sich das Bild von selbst verstehen sollte ein paar Worte:
Das Bild versteht sich als Kritik an Bildern in der Werbung, die Frauen in sexualisierten Posen und oftmals mit Phallussymbolen (wie zum Beispiel Flaschen) zwischen den Beinen als Blickfang benutzen. In Kampagnenbildern oftmals ohne jeden Bezug zum beworbenen Produkt.

Dieses Bild ist eine Antwort auf ein solches Kampagnenbild, welches als Aufmacher für Schuhwerbung eine Frau, die keine Schuhe trägt, aber in einer ähnlichen Pose wie die Figur auf diesem Bild hier mit einer Saftflasche zwischen den Beinen auf einem Kühlschrank sitzt, indem sich neben Bananen auch eine Sektflasche befindet.

Die Arbeit wurde in positiver Weise von einem Cover-Bild des feministischen Magazins Anschläge (5/2018) und von der Arbeit “Dinner-Party” (1979) der US-amerikanischen Künsterlin und Feministin Judy-Chicago inspiriert.

Dabei versteht sich die Arbeit selbstverständlich nicht als Apell zur Aufnahme von Bildern von Männern in sexualisierten Posen in der Werbung. Es geht nicht darum, die Vermarktung von Stereotypen vorgeblich im Sinne von Vielfalt und neuen Interessensgruppen zu erweitern. Es geht nicht um den Wunsch einer Umkehr von Rollen.

Das Bild verkörpert eine Kritik an patrichalen Rollenbilden und damit verbundenem Lustempfinden.

Das Zitat an der Wand stammt aus dem Buch “Die Revolution der Frau” (2014) von A. Ö., welches bis vor kurzem in dem seit Anfang Februar 2019 verbotenen Mezopotamien-Verlag erhältlich war.

In seiner Beschreibung der Entstehung des Patriachats und der “Wissenschaft der Frau” (Jineologie) schreibt der Mann A.Ö. unter anderem auch, dass er vollstes Vertrauen habe, dass das 21. Jahrhundert das Jahrhundert der Befreiung der Frau sein wird.

Möge dieses Vertrauen und mein Bild andere Cis-Männer inspirieren, sich ihrer eigenen Privilegien bewusst zu werden und dabei zu helfen, die Verhältnisse zu verändern.

Veröffentlicht als Werk des Monats unter:

Ver.di Kunst und Kultur

Published at work of the month by the german worker union Art and Culture/Ver.di Kunst und Kultur